Magnesium – das unterschätzte Mineral

Magnesium – das unterschätzte Mineral

Magnesium – das unterschätzte Mineral

Müde, angespannt, unruhig oder ständig unter Strom? Manchmal lohnt sich ein Blick auf einen Mineralstoff, der an erstaunlich vielen Vorgängen in unserem Körper beteiligt ist: Magnesium.

Magnesium gehört zu den lebensnotwendigen Mineralstoffen. Trotzdem bekommt es im Alltag oft weniger Aufmerksamkeit als Vitamin C, Vitamin D oder Eisen. Dabei trägt Magnesium unter anderem zu einer normalen Funktion des Nervensystems und der Muskeln, zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

Warum unser Körper Magnesium braucht

Magnesium ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt. Besonders interessant ist seine vielseitige Rolle: Muskeln, Nervensystem, Energiehaushalt und Knochen benötigen Magnesium für ihre normale Funktion beziehungsweise Erhaltung.

Magnesium trägt bei zu:

  • einer normalen Muskelfunktion

  • einer normalen Funktion des Nervensystems

  • einem normalen Energiestoffwechsel

  • der Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung

  • der Erhaltung normaler Knochen und Zähne

  • einer normalen Eiweißsynthese

  • dem Elektrolytgleichgewicht

  • einer normalen psychischen Funktion

Damit wird deutlich: Magnesium ist kein Mineralstoff, der nur für Sportler interessant ist.

Magnesium steckt in Lebensmitteln – aber welchen?

Eine ausgewogene Ernährung kann grundsätzlich einen wichtigen Beitrag zur Magnesiumversorgung leisten.

Gute natürliche Magnesiumquellen sind beispielsweise Nüsse und Samen, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und grünes Gemüse. Auch Mineralwasser kann – abhängig von der jeweiligen Sorte – Magnesium liefern.

Im Alltag sieht die Ernährung allerdings nicht immer so ideal aus wie auf dem Papier. Wer beispielsweise nur selten Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte oder Nüsse isst, sollte seine Magnesiumversorgung zumindest im Blick behalten.

Woran erkennt man einen Magnesiummangel?

Hier ist Vorsicht mit Selbstdiagnosen angebracht. Müdigkeit, Muskelbeschwerden oder allgemeines Unwohlsein können sehr unterschiedliche Ursachen haben und bedeuten nicht automatisch, dass Magnesium fehlt.

Ein tatsächlicher Magnesiummangel sollte deshalb nicht allein anhand einzelner Symptome diagnostiziert werden. Bei länger anhaltenden oder ausgeprägten Beschwerden ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.

Magnesium ist nicht gleich Magnesium

Wer sich für ein Magnesiumpräparat interessiert, stellt schnell fest: Auf den Packungen stehen Begriffe wie Magnesiumcitrat, Magnesiumoxid, Magnesiummalat oder Magnesiumgluconat.

Der Unterschied liegt in der Verbindung, in der Magnesium vorliegt. Die verschiedenen Magnesiumverbindungen unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich ihres Anteils an elementarem Magnesium und ihrer Eigenschaften.

Deshalb lohnt es sich, beim Kauf nicht nur auf die große Magnesiumzahl auf der Vorderseite der Verpackung zu schauen, sondern die Zusammensetzung genauer zu betrachten.

Warum werden verschiedene Magnesiumformen kombiniert?

Statt ausschließlich auf eine einzelne Magnesiumverbindung zu setzen, gibt es sogenannte Magnesium-Komplexe, die mehrere Magnesiumverbindungen miteinander kombinieren.

Der Gedanke dahinter ist einfach: Nicht nur möglichst viel Magnesium auf das Etikett schreiben, sondern unterschiedliche Magnesiumverbindungen in einer Rezeptur zusammenzuführen.

Entscheidend bleibt dabei die tatsächlich enthaltene Menge an elementarem Magnesium und wie viel davon mit der empfohlenen Tagesportion aufgenommen wird.

Wie viel Magnesium brauchen wir?

Die benötigte Menge hängt unter anderem von Alter und Geschlecht ab. Statt nach dem Motto „viel hilft viel“ vorzugehen, sollte Magnesium sinnvoll dosiert werden.

Denn auch bei Mineralstoffen gilt: Mehr ist nicht automatisch besser. Zu hohe Mengen aus Nahrungsergänzungsmitteln können beispielsweise zu Durchfall führen.

Wer Medikamente einnimmt, unter Erkrankungen – insbesondere einer eingeschränkten Nierenfunktion – leidet oder dauerhaft größere Mengen Magnesium ergänzen möchte, sollte dies vorher ärztlich oder pharmazeutisch abklären.

Unser Fazit

Magnesium ist vielleicht kein spektakulärer Trendstoff. Gerade das macht es so interessant.

Es ist ein essentieller Mineralstoff, den unser Körper jeden Tag benötigt.

Eine ausgewogene Ernährung bleibt dabei die Grundlage. Wenn die Magnesiumversorgung über die Ernährung nicht ausreichend gelingt, kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein.

Magnesium ist kein Wundermittel. Aber ein Mineralstoff, den wir nicht unterschätzen sollten.

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